Podologie

DAS PODOLOGIEZENTRUM VOR DEN TOREN WIENS

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Was ist Podologie?

Der Begriff Podologie mag zunächst etwas verwirren. Synonym zu diesem Begriff stehen Worte wie neurologisch, neuromuskulär, propriozeptiv, afferenz stimulierend, Podo-Orthesiologie oder Vabene.

In Deutschland bezeichnet die Podologie den Berufsstand der Fußpflege. In Österreich hat sich jedoch der Begriff Podologie für diese Art von Einlagenversorgung durchgesetzt. Denn Podologie heißt im übertragenen Sinne nichts anderes als „der Funktion der Füße entsprechend“. Die Podologie beschreibt eine Methode zur Erfassung von funktionellen Beschwerden des Bewegungsapparates und deren Korrektur durch afferenz-stimulierende Sohlen. Dadurch können funktionell bedingte Fehlhaltungen wirkungsvoll korrigiert und die damit verbundenen Schmerzen spürbar gelindert werden.

Die Anwendung setzt eine ganzheitliche Betrachtungsweise voraus, denn afferenz-stimulierende Sohlen können nur dann sinnvoll und therapeutisch wirken, wenn alle funktionellen Dysbalancen des kompletten Bewegungsapparates richtig erkannt und interpretiert werden.

Beschwerdebilder

Funktionelle Beschwerden können sich in vielerlei Formen darstellen und reichen von Fußschmerzen, wie z.B. dem Fersensporn, über Verspannungsschmerzen
von Kopf bis Fuß, bis hin zu komplexen Skoliosen der Wirbelsäule und Abnutzungserscheinungen der Gelenke.
Diese Art der Schmerzen haben ihre Ursache meist in muskulär bedingten Veränderungen der Körperstatik und werden hervorgerufen durch die Lebensumstände
und Alltagsbelastungen, denen der menschliche Körper in der heutigen Zeit ausgesetzt ist.

Durch einseitige körperliche Tätigkeiten, langes Sitzen (z. B. Bürotätigkeit) und einen Mangel an Bewegung, kommt es zu Abschwächungen der Haltemuskulatur und somit zu Fehlhaltungen. Aber auch Kiefergelenks- bzw. Okklusionsfehlstellungen der Zähne (Cranio-mandibuläre Dysfunktionen – CMD) haben Einfluss auf unsere Haltung. Durch ständige Fehlhaltung ist der Körper nicht mehr in der Lage die Haltemuskulatur effektiv anzusteuern und somit einzusetzen.

Zusätzlich zu dem Problem der mangelnden Bewegung als Ausgleich, kommt das Tragen von falschem Schuhwerk und die allgemeine Vernachlässigung
der Fußstatik bei jeglicher Art von orthopädischen Beschwerden.

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Typische Syndrome
  • Verspannungen der Nacken- und Rückenmuskulatur
  • Verspannungsbedingte Kopfschmerzen
  • Beschwerden am Hüft- , Knie- und Sprunggelenk
  • Fehlhaltungen und unphysiologische Bewegungsmuster
  • Auffällige Bewegungseinschränkungen
Ursachen
  • Funktionelle Beinlängendifferenz mit Beckenschiefstand und/oder Beckentorsion und Beckenrotation
  • Rezidivierende oder manifeste Blockaden des Übergangs Lendenwirbelsäule zum Becken (ISG)
  • Skoliosen bzw. skoliotische Fehlhaltungen
  • Hyperlordosen oder Hyperkyphosen der Wirbelsäule
  • Kiefergelenks- bzw. Okklusionsfehlstellungen der Zähne (Cranio-mandibuläre Dysfunktionen – CMD)
  • Sehschwächen
Der Einfluß des Fußes auf die Körperstatik

Da der Fuß eine wichtige (die erste) Verbindungsstelle zwischen dem Körper und der Umwelt bei einem stehenden Menschen darstellt, kann man hier den Ursprungspunkt für Regulationsmechanismen, die für eine aufrechte Körperhaltung notwendig sind, ansetzen.
Heute ist die Statik des Fußes bei fast allen Menschen gestört, da wir fast immer Schuhe tragen und somit die Rezeptoren unter der Fußsohle einem ständigen Reizmangel ausgesetzt sind.
Außerdem muss die Fußmuskulatur nur noch geringe Haltearbeit leisten. Natürlich führt nicht jede Statikveränderung des Fußes oder des Körpers zu Problemen. Häufig ist diese Veränderung aber eine zentrale Ursache vieler Beschwerden. Die Füße werden zum Spiegelbild der gesamten Körperstatik.

Folgen einer geänderten Körperstatik für die Füße
  • Hallux valgus
  • Hallux rigidus
  • Hammerzehen & Reiterzehen
  • Fußgewölbefehlstellungen (Knick/Senk- oder Spreizfuß)
  • Sprunggelenksarthrosen
  • Fersensporn
  • Achillessehnenbeschwerden
Die propriozeptive Stimulation zur Aufrichtung der Körperstatik

Je nach Untersuchungsergebnis werden kleine Elemente (maximal 3mm dick) an genau definierten Punkten unter der Fußsohle platziert, die die Rezeptoren
an der unteren Fußsohle stimulieren. Rezeptoren im Allgemeinen sind Empfangs- bzw. Aufnahmeeinrichtungen des Organismus für bestimmte Reize.
Sie stellen also die Verbindung des Körpers zu seiner Umwelt her. Die Elemente unter der Fußsohle wirken in erster Linie auf die Propriozeptoren.
Die Propriozeptoren sind Rezeptoren, welche die Wahrnehmung und Kontrolle der aktuellen Lage des Körpers im Raum ermöglichen.

Der Effekt

Es wird ein Reflex ausgelöst, der nicht nur die Stellung eines Gelenks verändert, sondern gelenkübergreifend verläuft.

Ziele der podologischen Therapiemethode
  • 1. Gezielte Rückführung der verschobenen Gelenksachsen und Ebenen
  • 2. Optimierung der Gelenkstellungen
  • 3. Ökonomisierung der Muskelarbeit